Ritt durch die Karpaten

Der Tag begann heute wieder gegen 7Uhr und nach dem Packen bekamen wir in der Pension noch ein sehr reichhaltiges Frühstück.


Mit dieser Stärkung ging es los zu einer geplant sehr langen Etappe.
Am Ende waren es dann 425 Kilometer. Gunnar führte uns dann auf einen kleinen Weg, der zunächst bei ein paar Häusern endete. Von dort an ging es dann weiter direkt in die Karpaten auf kleinen Waldwegen und Schotterpisten.




Auf diesen Wegen ging es zwar nicht sehr schnell voran, aber dafür ist es einfach genial durch die unberührten Wälder und diese traumhafte Landschaft zu fahren.




Generell geht es uns als Gruppe sehr gut und wir sind guter Dinge morgen Moldawien zu durchqueren und bis nach Odessa ans Schwarze Meer zu  fahren.
Lediglich zwei Probleme könnten diesen Plan noch durchkreuzen.
Bei Maik ist auf den Waldpisten heute ein Kofferträger kaputt gegangen, so dass dieser geschweißt werden muss. Notdürftig repariert wurde diese Stelle mit einem weiteren Spanngurt.


Der zweite Defekt ist das Lenkkopflager an der BMW F650 von Robin. Er hat wohl in den Wäldern ein Schlagloch zu sehr mitgenommen und darf sich nun über einen eingebauten Spurhalteassisstenen freuen. Robin begleitet uns von Anfang an und wollte eigentlich nach 4 oder 5 Tagen auf eigene Faust wieder zurück nach Deutschland fahren. 
Da es ihm bei uns aber so gut gefällt und wir ihn auch nicht unbedingt mit ruhigem Gewissen allein weiter fahren lassen wollen, haben wir uns dazu entschieden ihn auf den Rest der Tour mit  zu nehmen.

Für die Nacht haben wir uns in einem Hotel einquartiert und hoffen das unsere Motorräder, welche draußen auf dem Parkplatz an der Schnellstraße stehen, morgen früh auch noch da sind.

 

Ausflug durch die Ukraine

Glückauf und buna seara,

Der Tag begann heute wieder recht früh, da uns die Sonne schon um 6:30Uhr aus den Zelten lockte. Das Schlafen unter freiem Himmel ist dann doch ausgefallen, aufgrund aufziehender Wolken. Die Tour ging in der Slowakei so weiter wie es am Vortag geendet hat. Wir fuhren von Baustelle zu Baustelle. Gegen 10Uhr erreichten wir die Grenze zur Ukraine und passierten diese nach einer Stunde erstaunlich schnell.



Danach ging es auf Straßen weiter, die in Deutschland niemand so bezeichnen würde. Ich schätze es waren teilweise 10 Schlaglöcher pro Quadratmeter! Dank der langen Federwege unserer Motorräder kamen wir deutlich schneller voran als die Autos und LKW.




Der Weg führte uns durch zahlreiche Dörfer in denen die Bewohner frisches Gemüse und Obst am Straßenrand verkauften. Den extremen Unterschied in den Lebensverhältnissen konnten wir deutlich an Zustand und Größe der Häuser sehen.
Nach ca. 150km ging es auch schon wieder aus der Ukraine raus und nach Rumänien rein. Der Grenzposten war recht klein und daher kamen wir zügig über die Grenze. Sofort nach der Schranke waren wir wieder in einer völlig anderen Welt. Die Straßen waren neu asphaltiert und an jeder kurve standen riesige Warnschilder. Die Häuser waren nicht mehr nur eingeschossig sondern über mehrere Etagen und Balkonen, davor standen teilweise Luxuskarossen. Wir wunderten uns nur, woher die Besitzer das Geld dafür haben, da es in den Ortschaften kaum Geschäfte oder Industrie gab. Unser Weg führte uns weiter durch die Karpaten entlang zahlreicher Kurven und wir wurden nur durch eine Schafherde gestoppt. Die Hütehunde waren offensichtlich wenig begeistert vom Sound unserer Auspuffe. Zunächst bellten sie nur, aber als die ersten 4 von uns vorbei waren, hat einer der Hunde Martin in die Hose gebissen. Letztlich hatten die Vierbeiner eingehen, dass wir stärker sind. Weiter ging die Fahrt entlang kleiner Nebenstraßen, die immer noch gut asphaltiert waren, und uns in die Nähe des Klosters in Barsana führten. Bei einer Pension haben wir einen Platz für die Zelte im Garten bekommen und werden gerade sehr gut bewirtet.


Morgen soll es weitergehen bis in die Nähe  der Grenze zu Moldawien.


Immer schön nach Plan...

Glückauf und dobrý večer,

nach unserer ersten Nacht im Zelt auf dieser Reise, waren wir heute morgen erstaunlich früh wach.
Aber so konnten wir auch rechtzeitig starten zu unserer 3. Etappe auf der SouthEast2015.
Der Weg führte uns heute auf 278km durch die Slowakei, die Nationalparks Niedere Tatra und Slowakisches Paradies bis in die Nähe der ukrainischen Grenze.
Das Wetter war anfangs regnerisch und ca. 18°C kühl, später dann sonnig und über 25°C warm.
Für morgen ist dann der Grenzübergang geplant und mal sehen, wie weit wir dann noch kommen.
Und damit liegen wir exakt im Plan, den wir vorher ausgearbeitet haben.

Die Nacht heute werden wir auf einem sehr kleinen Campingplatz an einem See verbringen.
Wenn das Wetter so gut bleibt, dann vielleicht sogar unter freiem Himmel.

Gerade eben kommt ein Vater mit seinem kleinen Sohn vorbei und bittet uns darum ein Foto mit dem Jungen vor den Motorräder machen zu können. Und genauso ist auch die Resonanz in vielen Städten. Immer wieder winken uns Kinder und auch Erwachsene zu.

Wir sind gespannt, wie es morgen an der Grenze wird und wie unsere Tour dann weitergeht.