Immer Richtung Süden!

Glückauf und добър вечер!

Wir sind wieder in einem neuem Land auf unserer Reise angekommen und haben beim Grenzübertritt die Donau überfahren. Richtig kombiniert: Wir sind in Bulgarien!

Heute morgen ging es, wie schon angekündigt nochmals in die Karpaten hinauf bis zu dem Stausee, den wir gestern nur im Halbdunkeln sehen konnten. Für heute war dort auch unser Frühstück geplant.


Leider gab es in der Bar nur Espresso, aber 4 Stück davon für jeden ergaben auch eine Tasse Kaffee.
Von dort ging es weiter wieder runter ins Tal und durch das Tiefland Rumäniens immer in Richtung Bukarest. Damit wir bei der Hitze nicht wieder mehrere Stunden im Stadtverkehr und in den Dörfern entlang der Landstraßen verbringen, entschieden wir uns für die schnellere Variante: die Autobahn.
Die Fahrt ging zügig voran, war aber auch entsprechend langweilig.

Von Bukarest ging es direkt weiter zur Grenze nach Bulgarien. Auf die kleine Stadtrundfahrt verzichteten wir, ebenfalls aufgrund der Temperaturen von über 35°C.
Gegen 16:10Uhr erreichten wir die Donau und damit den Grenzübergang. Wir hatten Glück das wir nicht sehr lange warten mussten, denn aufgrund von Bauarbeiten ist die Brücke derzeit nur abwechselnd in einer Richtung zu befahren.
Die Grenzkontrolle selbst beschränkte sich auf einen schnellen Blick in den Reisepass ohne langes Warten oder irgendwelche Eintragungen. So einfach kann das sein, dank der EU.





Unsere weitere Route führte uns stets entlang der E85. Zunächst auf der Suche nach einer Tankstelle und dann nach einer Bleibe für die Nacht. Da im Navi keine Campingplätze angegeben waren, hatten wir schon mit einem Hotel geliebäugelt.
Doch entlang der Straße fanden wir den Zeltplatz von Clif, einem Engländer der seit 8 Jahren hier in Bulgarien lebt.

Morgen geht es weiter durch Bulgarien und bis nach Griechenland.





Transfagarassan

Unser Tag begann heute etwas später als sonst. Und da wir als Motorradgruppe anscheinend eine kleine Attraktion sind, versammelten sich einige andere Camper um uns beim Packen und Losfahren zu beobachten.

Unser Weg ging zunächst wieder aus den Karpaten raus und ins Tiefland.
Wir mussten einige Kilometer zurücklegen um zum Beginn der Transfagarassan zu kommen.
Für eine Pause hielten wir an einem der zahlreichen Stände die Baumstriezel anboten.


Unterwegs sahen wir eine KTM 950 Adventure die mit ihrem Fahrer hilflos am Straßenrand gegenüber einer Tankstelle stand. Wir wendeten und versuchten zu helfen. Tilo gab sein Bestes, aber anscheinend lag es nicht nur an der Batterie, sondern am Anlasser oder Startrelais. Weder Starthilfe mit Kabel, noch Anschieben waren erfolgreich.





Für uns ging es kurze Zeit später wieder in die Karpaten und auf die Transfagarassan! Diese Straße ist wirklich sehr sehenswert, aber genau auch deshalb sehr stark befahren. Besonders heute am Sonntag waren viele PKW unterwegs, die unsere Fahrt behinderten.
Oben am Pass gab es noch einen Cappuccino und anschließend ging es wieder ins Tal hinab.
Vorbei an einem riesigen Stausee sind wir jetzt an einem Zeltplatz angekommen, der mehr eine Notlösung ist. Die Lage neben einem Umspannwerk ist nicht so idyllisch.



Morgen werden wir uns die Straße die wir heute nur noch im Dunkeln befahren konnten noch einmal ansehen und anschließend wahrscheinlich weiter nach Bukarest fahren.

Der Tag der Grenzüberschreitungen

Glückauf und Guten Abend, 

heute schreibe ich euch wieder aus Rumänien.
Daran seht ihr, dass wir heute mehrere Grenzübergänge auf dem Plan hatten. Nach einem sehr schönen Tag in Odessa, der mit einem guten Abendessen in einem typisch ukrainischen Restaurant endete, ging es heute früh sehr zeitig los.

Unser Ziel war es vor Beginn des Stadtverkehres die Millionenstadt Odessa verlassen zu haben. Somit war heute bereits um 8:00Uhr Abfahrt. Nach ein paar Kilometern hatten wir die Stadt verlassen und machten einen Stop bei einer Tankstelle.
Von dort ging es weiter in Richtung Grenze Nr. 1.

Wir überquerten die gleiche Grenzstation bei der wir in die Ukraine eingereist sind um kurz nach 10Uhr. Dieses Mal ging es hier sehr schnell da wir nur durch das Grenzgebiet fahren mussten um kurz darauf wieder in der Ukraine zu sein. Von nun an ging es immer Richtung Süden und weiter zur Moldawischen Grenze. Auf dem Weg nach Rumänien mussten wir erneut ein paar Kilometer durch dieses Land fahren. Gegen 12:45Uhr reihten wir uns in die Warteschlange am Grenzposten ein und verbrachten die nächsten 2 Stunden im Schatten der wenigen Bäume bei über 30°C. Die Ausreise aus der Ukraine war damit geschafft. Für die Einreise in Moldawien benötigten wir dann eine weitere Stunde.
Nach nur ca. 60km in Moldawien erreichten wir wieder die Landesgrenze und mussten erneut warten, bis wir das Land verlassen durften. Hier waren die Grenzbeamten auch noch sehr schlecht gelaunt und kommandierten uns zunächst an die ihrer Meinung nach richtige Stelle. Nach weiteren 45 Minuten hatten wir das Land wieder verlassen.






Die Einreise in Rumänien war deutlich entspannter. Die Grenzbeamten begrüßten und sehr freundlich und waren begeistert von der großen Motorradgruppe.
Nach einer kurzen Kontrolle unserer Pässe und Papiere ging es nach nur 10 Minuten weiter.

Uns fiel sofort auf, dass wir wieder in den Gebieten der EU waren. Die Straßen waren deutlich besser.
In der Ukraine geht es von einer Bodenwelle zur nächsten und zwischendurch gibt es zahlreiche Schlaglöcher. Teilweise kommen noch extreme Asphalthügel hinzu.
Trotz der Straßenverhältnisse fahren die Einheimischen wie die Irren. Teilweise werden wir von PKW überholt deren Fahrer völlig sinnlos auf einem Stück mit halbwegs guter Straße blind in eine Kurve fahren. Kurz darauf kommen wieder Schlaglöcher und wir fahren an den nun schleichenden PKW vorbei.
Ein besonders spezieller Kandidat war der Fahrer eines braunen Ladas.
Wir hatten ihn schon fast alle überholt, doch als ich als vorletzter vorbeifuhr, ist der Lada auf den rechten Seitenstreifen geraten. Als er selbst dies bemerkte zog ruckartig nach links und ist zwischen mir und Tilo quer über die Straße gerast und links im Straßengraben zwischen zwei Bäumen zum Stehen gekommen.
Wir waren heilfroh, dass er uns nicht mitgenommen hat.



Für all diese Strapazen und die Straßen in der Ukraine und Moldawien wurden wir dann heute in den letzten 90 Minuten belohnt. Auf dem Weg zu einem Campingplatz in Rumänien fuhren wir eine Straße entlang, die erst vor kurzem neu gemach wurde und uns auf zahlreichen Kurven wieder durch die Karpaten führte.

Morgen soll es weitergehen zur Transfagarassa, einer angeblich spektakulären Gebirgsstraße in Rumänien.