Fahren Sie immer geradeaus...

... und nach 539km haben Sie ihr Ziel erreicht!

So könnte die Ansage vom Navi heute gewesen sein.
In Russland hat man eben Platz für den Straßenbau und baut daher einfach geradeaus weiter.

Der Tag begann mit einem entspannten Frühstück in unserer „bescheidenen“ Unterkunft.

Zunächst ging es wieder über die Waschbrettpiste mit Schotter zurück zur Schnellstraße und dann einfach mal links weg.
Zunächst dachten wir uns erwarten Straßen im ähnlichen Zustand wie gestern. Aber es wurde deutlich besser! Die Schlaglöcher wurden weniger und über weite Strecken war die Straßen fast neu asphaltiert.
Also kamen wir zügig voran und konnten einige Kilometer machen.
Dabei ging es durch Wälder und entlang scheinbar endloser Felder.
Ab und zu kamen wir durch kleine Ortschaften mit Häusern, in denen in Deutschland schon lange keiner mehr wohnen würde. 

Die Mittagspause machten wir auf dem Parkplatz der Chatyn Gedenkstätte.
Gunnar durfte hier für eine Reisegruppe kurz Modell stehen.
Gerade als wir beim Essen waren, überraschte uns ein starker Regenschauer und somit fuhren wir mit durchnässten Sachen weiter. 
Aber die Sonne und der Fahrtwind trockneten uns schnell wieder.

Nach den sehr schönen Strecken vom Vormittag und einer von Jan wieder einmal grandios navigierten Umleitung über Schotterpisten um einen gesperrten Bahnübergang, ging es nun fast nur noch geradeaus.
An manchen Stellen konnte man die Straße bis zum Horizont sehen.

Morgen steht schon die Ausreise aus Russland und die Weiterfahrt nach Sumy auf dem Programm. Dort besuchen wir Gunnars Schwiegereltern und werden schon erwartet.
















Mit 80 über den Mond

„Für nen 10er pro Mann, kann man eben nicht mehr erwarten.“ - so oder so ähnlich lautet das Resümee der letzten Nacht.
Das Hotel sah von Außen dem Zustand der Umgebung entsprechend aus und das Foyer war sehr in Ordnung.
Doch als wir die Zimmer betraten, kam die Enttäuschung, denn diese waren nicht renovierungs- sonder schon eher sanierungsbedürftig.
Das Frühstück war aber ganz gut und gab uns genug Energie für die weitere Fahrt.
Zunächst ging es aus der Stadt heraus Richtung Süden, bevor wir dann leicht nach Osten schwenkten.

Die Straßen wurden zunehmend schlechter und der Titel sagt ja schon, wie diese teilweise beschaffen waren.
Ein Krater reihte sich an den nächsten und wir fuhren im Slalom mit fast 80 hindurch.
Naja und das dabei nicht alle „Kegel“ stehen geblieben sind ist klar.
Uns machte das nicht viel aus und so ging es weiter flott voran.
Zum Mittag machten wir eine Pause in einem Gasthaus in einem kleinen Dorf.
Danach ging es wieder zurück auf die Piste bis wir dann doch eine ungeplante Zwangspause einlegen mussten, da Tilos Vorderreifen platt war.

Doch nun zeigte sich das Talent unseres Chefmechanikers Tilo und die gute Zusammenarbeit in der Gruppe.
Innerhalb kürzester Zeit war der Schlauch gewechselt und das Rad wieder montiert.

Die Fahrt ging weiter über die gleichen Pisten bis wir in die Nähe des anvisierten Zeltplatzes kamen. Dieser war nicht so leicht zu finden und als wir den richtigen Weg gefunden hatten, überkam uns ein komisches Gefühl.
Und tatsächlich, auch dieser Zeltplatz war nicht mehr in Betrieb! Also ging es wieder weiter und nach einigen Überlegungen und etwas Recherche im Internet haben wir nun eine Unterkunft gefunden. Deutlich besser als die der letzten Nacht und eigentlich schon viel zu nobel für uns, übernachten wir heute in einem Country Club.























Ausflug ins Grüne

Nichts kann eine Adventure stoppen... naja, außer ein im Moor versunkener Weg.

Heute ging es nach dem gemütlichen Frühstück in unserer Unterkunft gegen 9:30Uhr los.
Die Route ging zunächst wieder auf die größere Hauptstraße, bevor wir von dieser in Richtung einer Halbinsel und dem Ufer des Ladogasees abbogen.
Dort erwartete uns eine fast 10km lange Schotterpiste durch den Wald, welche wie für uns gemacht war.
Am Ende dieser ist ein kleines Dorf und ein Leuchtturm, welchen man leider nicht näher besichtigen konnte.
Für die Mittagspause blieben wir dort und fuhren abschließend den selben Weg wieder zurück.
Zwischendrin lotst uns das Navi noch auf einen kleinen Feldweg, welcher mit jedem Meter mehr und mehr eine Piste mit großen Pfützen wurde.
Rechts und Links dieses Weges lag, wie scheinbar für den Ladogasee typisch, ein Moorgebiet.
Und schließlich endete auch der Weg in diesem Sumpf und war nicht mehr zu erkennen.
Also wendeten wir unsere Maschinen und fuhren zurück zur Hauptstraße.
Dieser folgten wir dann bis Nowgorod wo wir uns eine Bleibe für die Nacht gesucht haben.
Beim dritten Versuch sind wir fündig geworden. Nr. 1 gab es nicht mehr und Nr. 2 war leider ausgebucht. Beide waren aber laut Internet frei und verfügbar ;-)

Morgen geht die Reise weiter in Richtung Süden!