Willkommen in Griechenland!

Glückauf und καλησπέρα!

Ein neuer Tag, ein neues Land. Wir sind in Griechenland angekommen und verbringen die Nacht auf einem kleinen Campingplatz. Das Mittelmeer war schon in Sichtweite, aber bis ganz  an den Strand haben wir es heute noch nicht geschafft.

Der Morgen begann etwas schleppend. Man merkt doch die Anstrengungen der letzten Tage und so kamen wir erst um 10:45Uhr los.
Der Weg führte uns zunächst weiter die E85 entlang, bis wir in Richtung Chadschi Dimitar Berges abbogen. Was uns dort auf dem Gipfel erwartete, war unbeschreiblich.


Von weitem schien dort ein riesiges UFO gelandet zu sein. Die Sowjets haben hier vor vielen Jahren ein riesiges Bauwerk errichtet, welches nun langsam verfällt. Aber dennoch als Touristenattraktion geeignet ist. Durch eine kleine Öffnung im Mauerwerk kann man auch in das Gebäude gelangen und sich vom Größenwahn des Kommunismus ein Bild machen.
Für uns war dieses Gelände wie ein großer Abenteuerspielplatz.









Nach unserer Pause vor dem Haupteingang des Denkmals ging es weiter in Richtung Griechenland.
Die Straße wurde zusehends besser und besonders die letzten 50km waren wirklich traumhaft. Es ging durch die Gebirgszüge auf bestens asphaltierten Straßen, über die Griechische Grenze und wieder hinunter ins Tal. Nun sind wir auf einem Campingplatz angekommen und lassen den Abend ausklingen.

Für morgen planen wir eventuell wieder einen Werkstattbesucht ein. Der Kofferträger von Maik muss erneut geschweißt werden, dieses mal an einer anderen Stelle.
Und meine Reifen sollten gewechselt werden. Das hatten wir ursprünglich schon für Polen oder die Slowakei geplant, aber seltsamerweise halten die Reifen länger als gedacht.

Immer Richtung Süden!

Glückauf und добър вечер!

Wir sind wieder in einem neuem Land auf unserer Reise angekommen und haben beim Grenzübertritt die Donau überfahren. Richtig kombiniert: Wir sind in Bulgarien!

Heute morgen ging es, wie schon angekündigt nochmals in die Karpaten hinauf bis zu dem Stausee, den wir gestern nur im Halbdunkeln sehen konnten. Für heute war dort auch unser Frühstück geplant.


Leider gab es in der Bar nur Espresso, aber 4 Stück davon für jeden ergaben auch eine Tasse Kaffee.
Von dort ging es weiter wieder runter ins Tal und durch das Tiefland Rumäniens immer in Richtung Bukarest. Damit wir bei der Hitze nicht wieder mehrere Stunden im Stadtverkehr und in den Dörfern entlang der Landstraßen verbringen, entschieden wir uns für die schnellere Variante: die Autobahn.
Die Fahrt ging zügig voran, war aber auch entsprechend langweilig.

Von Bukarest ging es direkt weiter zur Grenze nach Bulgarien. Auf die kleine Stadtrundfahrt verzichteten wir, ebenfalls aufgrund der Temperaturen von über 35°C.
Gegen 16:10Uhr erreichten wir die Donau und damit den Grenzübergang. Wir hatten Glück das wir nicht sehr lange warten mussten, denn aufgrund von Bauarbeiten ist die Brücke derzeit nur abwechselnd in einer Richtung zu befahren.
Die Grenzkontrolle selbst beschränkte sich auf einen schnellen Blick in den Reisepass ohne langes Warten oder irgendwelche Eintragungen. So einfach kann das sein, dank der EU.





Unsere weitere Route führte uns stets entlang der E85. Zunächst auf der Suche nach einer Tankstelle und dann nach einer Bleibe für die Nacht. Da im Navi keine Campingplätze angegeben waren, hatten wir schon mit einem Hotel geliebäugelt.
Doch entlang der Straße fanden wir den Zeltplatz von Clif, einem Engländer der seit 8 Jahren hier in Bulgarien lebt.

Morgen geht es weiter durch Bulgarien und bis nach Griechenland.





Transfagarassan

Unser Tag begann heute etwas später als sonst. Und da wir als Motorradgruppe anscheinend eine kleine Attraktion sind, versammelten sich einige andere Camper um uns beim Packen und Losfahren zu beobachten.

Unser Weg ging zunächst wieder aus den Karpaten raus und ins Tiefland.
Wir mussten einige Kilometer zurücklegen um zum Beginn der Transfagarassan zu kommen.
Für eine Pause hielten wir an einem der zahlreichen Stände die Baumstriezel anboten.


Unterwegs sahen wir eine KTM 950 Adventure die mit ihrem Fahrer hilflos am Straßenrand gegenüber einer Tankstelle stand. Wir wendeten und versuchten zu helfen. Tilo gab sein Bestes, aber anscheinend lag es nicht nur an der Batterie, sondern am Anlasser oder Startrelais. Weder Starthilfe mit Kabel, noch Anschieben waren erfolgreich.





Für uns ging es kurze Zeit später wieder in die Karpaten und auf die Transfagarassan! Diese Straße ist wirklich sehr sehenswert, aber genau auch deshalb sehr stark befahren. Besonders heute am Sonntag waren viele PKW unterwegs, die unsere Fahrt behinderten.
Oben am Pass gab es noch einen Cappuccino und anschließend ging es wieder ins Tal hinab.
Vorbei an einem riesigen Stausee sind wir jetzt an einem Zeltplatz angekommen, der mehr eine Notlösung ist. Die Lage neben einem Umspannwerk ist nicht so idyllisch.



Morgen werden wir uns die Straße die wir heute nur noch im Dunkeln befahren konnten noch einmal ansehen und anschließend wahrscheinlich weiter nach Bukarest fahren.